360-Grad und nichts dahinter?

Am 21. März besuchte uns Claudia Berger von Omnia360 – Danke für den sympathischen Vortrag! – und stellte uns ihr Unternehmen und dessen Portfolio rund um das Thema 360-Grad vor.

  1. Virtuelle Rundgänge, bei denen sich der User per Maus von Punkt zu Punkt bewegt. Bestimmte Interessenpunkte können mit Buttons versehen werden, die beim Klick etwa weitere Infos als Textbox zeigen.
  1. 360-Grad-Videos. Dazu müssen wir nicht so viel sagen, das Internet quillt über davon. Kurz erläutert: Eine Kamera mit mehreren Objektiven zeichnet den kompletten Raum auf und später werden die Teilaufnahmen zu einem 360-Grad-Video „zusammengenäht“.

Havas PR auf Tauchgang

Zugegeben: Virtuelle Rundgänge sind statische Fotomontagen und 360-Grad-Videos erlauben keinerlei Interaktion (vom teuren und ressourcenfressenden VR ist beides noch weit entfernt). Dennoch hat 360-Grad-Content viele Marken in einen Zustand totaler Hyperventilation versetzt, in einen Must-Have-Tenor. Die entscheidende Frage wird dabei oft vergessen: Was hat meine Marke davon?

 

Die Marke muss der Content sein

Drei entscheidende Faktoren bestimmen laut der globalen Studie MEANINGFUL BRANDS von Havas, ob ein bestimmter Content im Markensinne gut ist. Assoziiert der Nutzer den Content mit der Marke? Erfüllt der Content der Marke seinen Zweck beim Nutzer? Wünscht sich der Nutzer, dass die Marke diesen Content anbietet?

Diese Kriterien sollten Markenentscheider bei der Frage „360-Grad – Ja oder Nein?“ dringend berücksichtigen! Das tollste 360-Grad-Drohnenvideo bringt gar nichts, wenn sich der Betrachter hinterher nicht daran erinnert, von welcher Marke er kommt. Der virtuelle Rundgang verpufft wirkungslos, wenn er dem Nutzer nicht das gewünschte Wissen vermittelt.

Bei aller Technologie gilt: Die Marke muss der Content sein und 360-Grad der Träger, nicht umgekehrt. Sonst bleibt am Ende alles nur schöner Schein.

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