Agency Insights Episode 1: Zwischen Kaufrausch und Pfeifkonzert

Bei Havas PR wird es eigentlich nie langweilig, hier trifft täglich eine Vielzahl verschiedener Charaktere aufeinander, allesamt einzigartige Persönlichkeiten, die regelmäßig verblüffen und überraschen. Wer den Agenturalltag aufmerksam beobachtet, dem fallen hier und da immer wieder kleine Macken und Eigenarten auf, liebenswerte Marotten, die im Folgenden beleuchtet werden sollen – häppchenweise natürlich, um niemanden zu überfordern oder am Ende gar zu verschrecken.

Da gibt es zum Beispiel diese eine Kollegin, die mehrmals die Woche mit funkelnden Augen Pakete voll Damenoberbekleidung empfängt. Pakete, deren Inhalt natürlich unmittelbar begutachtet und bewertet werden muss. Meist dauert es nicht lange, bis sich eine Schaar überwiegend weiblicher Kollegen am Ort des Geschehens zum kollektiven Ranking der Stücke tummelt. Und nicht selten scheitern diese an der Kritik der knallharten Jury, vor allem, wenn fragwürdige Fransen oder exotisch-florale Muster involviert sind.

Sind alle potentiellen Gewänder wieder fein säuberlich im entsprechenden Pappkarton verstaut, folgt der nahtlose Übergang zum nächsten Programmpunkt, der Essensplanung. Man kann schließlich nicht früh genug anfangen, über Lunch-Location und Menü nachzudenken. Ob Sushi, Salatbox oder schnöde Stulle will gut überlegt sein, schließlich hängt der Verlauf des restlichen Tages maßgeblich von dieser scheinbar banalen Entscheidung ab. Denn wie Hippokrates seinerzeit schon zu sagen pflegte: „Was wir essen, bestimmt unser Gemüt.“ So sorgen zum Beispiel eiweißarme, kohlenhydratreiche Gerichte für Gelassenheit, Schokolade erhöht den Serotoninspiegel im Gehirn – wenn auch nur für kurze Zeit. Da trifft es sich, dass im Büro die eine oder andere Pralinenschachtel herumschwirrt, Milka sei Dank! Zugegeben, auch die Schachteln existieren nur für kurze Zeit, aber wer könnte den zarten Pralinés schon lange widerstehen?

Einen Raum weiter findet beinahe täglich ein herrliches Pfeifkonzert statt, zwei der Kollegen zwitschern ausgelassen im Duett, während die Sitznachbarn nur den Kopf schütteln. Besonders eindrucksvoll ist dabei die Bandbreite der Titel: Vom Star Wars-Soundtrack bis hin zu Beethovens 5. Sinfonie in C-Moll ist alles dabei. Studien zufolge belegt ständiges Summen oder Pfeifen übrigens Platz 3 der nervigsten Office-Ticks. Schlimmer sind demzufolge nur die Kollegen, die ins Telefon schreien, als wäre die zu überwindende Entfernung wörtlich zu nehmen, und jene, die permanent Privatgespräche führen.

Doch am Ende des Tages lebt es sich in unserer Agentur trotz – oder vielleicht gerade wegen all der kleinen feinen Eigenarten – ganz wunderbar, getreu dem Motto: Jedem Tierchen sein Plaisierchen.

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