Die re:publica im Zeichen von Fake News

Die re:publica wird in diesem Jahr 11 Jahre alt, hat damit die unbeschwerte Kindheit hinter sich. Ein wenig Pubertät spiegelt die Berliner Netzkonferenz auch wider: Sie ist noch immer ein Treffpunkt für die digitale Avantgarde. Das Konferenzgelände ist ein Schmelztiegel von Aktivisten, Gründern, Revolutionären, Nerds – was sich wieder einmal im bunten und verspielten Treiben auf dem Konferenzgelände zeigt (siehe Fotos). Auffällig ist aber der wachsende Anteil an „gestandenen Unternehmen“, ob bei Ausstellern oder unter den Besuchern. Gerade den Medien-Marken ist es gelungen, sich mit interessanten Angeboten zu relevanten Themen zu integrieren. Davon können andere Unternehmen noch lernen: Manche Auftritte wirkten entweder verkrampft anbiedernd, andere Aussteller versuchten gar nicht erst, der unverwechselbaren Atmosphäre des digitalen Klassentreffens gerecht zu werden. Bei den rund 450 Sessions gab es die gewohnte Melange, wobei auch hier im Vergleich zu den Anfangsjahren weniger global-galaktisch weltverbesserisch diskutiert wurde. Vielmehr standen sehr reale Themen im Mittelpunkt. Allen voran die Sorge, wie Hass und Fake News im Netz begegnet werden kann. Die re:publica wird erwachsen. Auch wenn sie für die Aktivisten der ersten Stunde damit schon zu arriviert ist – ihre Bedeutung als wichtiger Impulsgeber zu essentiellen Fragen der digitalisierten Gesellschaft bleibt.

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