Recycling, Upcycling, oder?

Die Erstellung der neuen, jährlichen Informationsbroschüren der von uns betreuten Entsorgungsunternehmen lässt uns verstärkt mit dem Thema Müll befassen. Trennen und Recyclen sind Themen, die umweltbewusste Menschen zu aktivem Handeln veranlassen. Wer gut den eigenen Müll trennt, bietet die Grundlage, dass umweltbewusste Recyclingprodukte erstellt werden können. Auf dem Bild sehen wir in der oberen Reihe Urlaubsimpressionen aus Portugal – Bank und Zaun aus Recyclingmaterial. Ein interessantes Beispiel, wie die Industrie aktiv werden kann, fanden wir auf der World Publishing Expo 2015. Vollständiges Recyclen von Offsetdruckplatten zu neuen Offsetdruckplatten. Was kann aber der/die „normale“ Bürger/in noch tun? Kreativ werden! Wir trennen nicht nur für Recyclingprodukte, sondern sorgen durch Upcycling für Mehrfachnutzen von vorhandenen Produkten. Pflanzen wir doch mal beim nächsten Umtopfen unsere Blumen in Dosen. Oder wie wäre es mit einem Zaun aus Paletten. Auch hier zeigt das Urlaubsfoto, wie es aussehen könnte. Wer noch etwas mehr werkeln möchte, schließt die obere Reihe der Paletten an der unteren Kante und hat damit einen Zaun mit integrierten Blumenkästen. Erstaunlich ist allerdings, dass für die Königsdisziplin im Umgang mit Müll weder Kreativitität noch Mühe benötigt werden: Müllvermeidung! Da hilft nur Ehrlichkeit bei der manchmal schwierigen Antwort auf die einfache Frage: Brauche ich diese Sache wirklich?

Der Energiesparpreis 2012

Auch wenn man es in Anbetracht des vergangen, fast schon sommerlichen Wochenendes kaum glauben mag, der Herbst ist schon da und mit ihm hält die kalte Jahreszeit Einzug in Deutschland. Bereits für Ende Oktober ist ein starker Kälteeinbruch angesagt und der soll sogar schon die ersten Schneeflocken mit sich bringen. Spätestens dann braucht auch das sonnigste Gemüt etwas Wärme ums Herz und wenn Tee, Kuscheldecke und eine Doppelschicht Socken nicht mehr ausreichen, muss eben die Heizung angeworfen werden. Ein zunehmend teurer Spaß, in Anbetracht der stetig steigenden Heizkosten. Da freut man sich umso mehr, wenn schlaue Geräte auf den Markt kommen, die für wohlige Wärme sorgen, ohne dabei das Portemonnaie unnötig zu reizen.Continue reading

Solarthermie aus rein weiblicher Perspektive

Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, dass derzeit in den Tageszeitungen die Stromdebatte rund um erneuerbare Energien mindestens einen halben Quadratmeter Platz einnimmt. Aber zur Energiewende gehört natürlich auch das Thema Wärmegewinnung. Dem Gegenstand widmet sich seit dem 5.9. der Blog ecoquent-positions.com. Hinter dem Blog steht als Initiator und Herausgeber die Ritter-Gruppe. Der Name trügt hier nicht, dahinter steckt zu einem Drittel der quadratisch, praktisch gute Alfred T. Ritter, Erbe des bekannten Schokoladenunternehmens. Bereits 1988 gründete er mit zwei Mitstreitern die Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG, die den Blog ins Leben gerufen hat. Auf die Trennung zwischen Redaktion und dem Unternehmen wird großer Wert gelegt. Soweit so gut. Aber der Blog wird, sagen wir mal, auf eine ungewöhnliche Art und Weise geführt. Die Redaktion besteht ausschließlich aus Frauen. Und das ist auch so gewünscht. Ja zugegeben, Frauen sind in der Technikwelt unterrepräsentiert, aber warum braucht es einen Blog, in dem ausschließlich Autorinnen zu Wort kommen? Die Schreibe soll einen anderen Blickwinkel ermöglichen und eine andere Sicht auf technische Abläufe gewährleisten. Festgelegte technische Abläufe gehören sachlich und fundiert erläutert. Dabei benutzen doch eigentlich alle, ob Mann oder Frau, das gleiche Alphabet. Oder gibt es mittlerweile ein spezielles Alphabet für Frauen? Die Positionierung ist eindeutig – Männer sind hier anscheinend nicht erwünscht. Ecoquent-positions.com, konsequent allemal, informativ sicherlich, aber die monogeschlechtliche Redaktion eher weniger sinnvoll.

Emanzipation geht anders. Und diese Worte stammen aus der Feder einer Frau.

Licht aus, Kälte an

„Tschüss Glühbirne, war schön mit Dir. Wir werden Dich sehr vermissen.“ Seit letztem Wochenende spart Deutschland tüchtig Energie bei der Beleuchtung von Heim und Herd. Verspricht zumindest die Produktbezeichnung: Energiesparlampe. Sie liegt jetzt neben Halogen und ein paar anderen Exoten exklusiv im Regal der Leuchtmittel. Denn am 1. September ist die letzte Stufe des Glühbirnenverbotes in Kraft getreten.Continue reading

Schmerzgrenze so lange der Vorrat reicht?

Ob Öl zum Verheizen da ist, nun, das ist – zuweilen heiß diskutierte – Ansichtssache. Indes sind 95 Euro für 100 Liter eine klare Ansage. Und zwar auf dem Weg zu 1 Euro für 1 Liter. Und da ist definitiv noch nicht Ende der Fahnenstange. Noch immer heizen mehr als 6 Millionen deutsche Haushalte mit Öl. Das Gros der Anlagen ist veraltet, viele 20 Jahre und älter. Aber von Modernisierungswilligkeit keine Spur. Das ist mehr als nur einigermaßen paradox. Denn moderne Heiztechnik kann 30 Prozent und mehr einsparen helfen, auch wenn man beim Öl bleibt. Was ja nicht verboten ist. Die Amortisationsrechnung geht jedenfalls auf, nicht zuletzt auch für die Umwelt. Und Alternativen zum Öl gibt es ja auch, gerade im Zeitalter der Hybridtechnik. Erneuerbare auch im Altbau inklusive. Wie teuer muss das Heizöl also werden, damit die Sollbruchstelle erreicht ist? Ob Energie oder Technik: An der Kaufkraft mangelt es uns Deutschen jedenfalls nicht wirklich, denn das Sparguthaben beläuft sich derzeit auf 5 Billionen Euro (!). Aber vielleicht muss uns ja doch erst das Öl ausgehen …

Energieziele adieu?

Der Zeitplan für die Energiewende steht auf der Kippe. Zumindest haben Umweltminister Peter Altmaier und Wirtschaftsminister Phillip Rösler Zweifel an der Nachdrücklichkeit der Planungen aufkommen lassen. Damit steht eines der Flaggschiffprojekte der Bundesregierung, dass von Altmaiers Vorgänger Norbert Röttgen angeschoben worden war, infrage. Begründung: Strom müsse für den Verbraucher bezahlbar bleiben. Und natürlich auch für die Unternehmen. Denn sonst könne die Energiewende zu einem sozialen Problem werden. Zu dieser Begründung mag man stehen wie man will. Zumal zeitgleich keine belastbaren Zahlen vorgelegt wurden. Häme aus dem Ausland, das das auf Fukushima zurückgehende ehrgeizige deutsche Treiben ohnehin kritisch beäugt hat, ist uns bei einer Abkehr von den Planungen gewiss. Und die Opposition erhält neues Futter. Doch ursächlich für eine Verzögerung bei der Realisation dürfte auch das weiterhin ungelöste Problem bei den Stromtrassen in Verbindung mit dem flächendeckend zu erwartenden Widerstand der betroffenen Anwohner sein. Die Nimby’s (not in my backyard) stehen einmal mehr für den Sand im Getriebe des Fortschritts, dürften sich aber gleichzeitig mehrheitlich zur Energiewende bekennen. Allez Stillstandsrepublik Deutschland?